Eine Möglichkeit günstig von A nach B zu kommen ist trampen. Doch viele trauen sich aus Sicherheitsgründen nicht zu dieser Alternative. Eltern verbieten es ihren Kindern, die Polizei warnt jährlich zu den Urlaubszeiten davor und Medien verbreiten Gruselgeschichten über Entführungen und Vergewaltigungen. Das Bundeskriminalamt räumte jedoch mit den Vorurteilen auf, indem es eine Statistik über Straftaten beim Trampen veröffentlichte und die Universität Wuppertal mit einer Studie beauftragte, die Personen über ihre Erfahrungen beim Trampen befragte.

© Niko Korte / PIXELIO

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Dieser Studie zufolge machte der Großteil der Befragten keine schlechten Erfahrungen. Männliche Personen kritisierten vereinzelt den rasanten Fahrstil der Fahrer, während sieben Prozent der weiblichen Befragten angaben mit sexuell motivierte Sprüchen belästigt worden zu sein. Diese Belästigungen sollen jedoch nicht als typisch fürs Trampen eingeordnet werden, da sexistische verbale Äußerungen gegenüber Frauen in allen möglichen Lebensbereichen vorkommen. Die Zahlen der Straftaten belegen dies nochmal. Statistisch gesehen kommt auf 1000 trampende Frauen eine Vergewaltigung und bei 2 von 1000 der Versuch einer Vergewaltigung. Das Bundeskriminalamt rät also nicht vom Trampen ab, da die generellen Gefahren, wie das nächtliche Warten am Bus oder der Heimweg zu Fuß, nur verlagert würden. Die Studie gibt zudem ein paar wertvolle Sicherheitstips mit auf den Weg um das Sicherheitsrisiko noch weiter einzudämmen:

Wenn man bei dem anhaltenden Wagen ein ungutes Gefühl hat, dann sollte man ihn weiter fahren lassen und auf das nächste warten. Hilfreich hierfür ist sich keine Stellen auszusuchen wo der Wagen lediglich kurz halten kann, sondern lieber auf Raststätten zu warten wo man sich ein kurzes Bild vom Fahrer machen kann. Weiterhin bietet es sich an in kleinen Gruppen von zwei bis drei Leuten zu reisen. Das mindert zwar die Mitnehmchancen, dafür ist man definitiv sicher unterwegs. Falls man doch in eine unangenehme Situation gerät, so rät die Kriminalpolizei sofort das Austeigen zu verlangen. Geschieht dies nicht, dann sollte man nicht zögern dieser Aufforderung Nachdruck zu verleihen,  indem man Gegenstände aus dem Fenster wirft oder etwas in Brand steckt. Weitere Informationen unter zeit.de.

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