© AngelaL / PIXELIO

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Reisebusse werden bei der Reiseplanung oft vernachlässigt. Dies hat mehrere Gründe. Zum Einen hat das Reisen im Bus ein nicht allzu gutes Image. Was wohl daran liegen mag, dass dies oft mit Rentnerfahrten oder trinkenden Jugendgruppen verbunden wird. Zum Anderen sind die Fernbuslinien in Deutschland wenig bekannt. Dabei gibt es  zwischen großen Städten und Knotenpunkten wie Flughäfen, Fernbus Verbindungen die oft günstiger sind als die Reise im Auto oder mit der Deutschen Bahn. Weiterhin gelten Busreisen als besonders umweltschonend.

Die Fernbustradition in Deutschland unterliegt strengen Voraussetzungen. Denn ein Gesetz von 1931 erlaubt diese Verbindungen nur, wenn sie der Bahn keine Konkurrenz machen. Einzige Ausnahme war das geteilte Berlin, hier entstanden Buslinien die es den Westberlinern ermöglichen sollten zur Not auch per Bus zurück in den Westen zu kommen. Aufgrund dieser Regelung sind Fernbuslinien in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern wie Schweden oder England, nicht flächendeckend ausgebaut. Dies wird wohl auch nicht mehr passieren, denn das deutsche Personenbeförderungsgesetz sieht weiterhin vor, dass neue Fernbus Verbindungen nur auf Strecken eingeführt werden dürfen, wenn auf dieser kein anderes Verkehrsmittel unterwegs ist, wenn sie eine wesentlich kürzere Fahrtzeit aufweisen oder zu Zeiten unterwegs sind, in denen andere Verkehrsmittel weniger schwache Kapazitäten haben oder wenn sie wesentlich günstiger sind als die Konkurrenzunternehmen. Eine deutliche Verbesserung des Verkehrsangebotes ist demnach das entscheidende Kriterium für Fernbusse in Deutschland.

Das Unternehmen “Berlin Linien Bus” profitierte aus der Zeit vor der Wiedervereinigung von den schlechten Eisenbahnverbindungen und fährt daher rund 350 Ziele in Deutschland und Europa an. Ab Berlin kann man zu günstigeren Konditionen als die Deutsche Bahn zum Beispiel nach Hamburg, München, an die Ostesee oder bis nach Amsterdam oder Wien reisen. Eine Deutschlandkarte mit allen Fernbus Verbindungen ist unter zeit.de zu finden.

Seit Jahrzehnten ist das Interrail Ticket für Abenteuerreisende beliebt. Mit diesem Kombiticket kann man mit dem Zug quer durch Europa reisen. Das Ticket ist je nach Tarif in unterschiedlichen Ländern über festgelegte Zeiträume gültig und ermöglicht damit eine individuell zusammengestellte Rucksackreise. Insgesamt 30 europäische Länder einschließlich der Türkei können mit einem einzigen Ticket befahren und erkundet werden.

Entstanden ist das Interrail Ticket in den 70er Jahren als Millionen junge Menschen zum Zeichen der Völkerverständigung quer durchs Land gereist sind. Schlafend in Gepäcknetzen, immer mit dem ersten Zug weiter gen Osten, lautete die Devise. Früher war der Bahnpass nur für junge Leute bis einschließlich 25 gestattet, doch die Deutsche Bahn hat das Interrail Ticket im Jahre 1998 für alle Altersgruppen freigegeben. Vor drei Jahren wurde zudem das alte Zonenkonzept über den Haufen geworfen und neue Einzel- sowie Globalpässe eingeführt. So kann man beispielsweise 5 Tage durch alle Länder Europas ab 159 Euro reisen oder für bestimmte Länderzonen Tickets kaufen. Die Preise für Erwachsene ab 25 und Senioren sind angehoben worden, dafür gibt es mittlerweile für diese Altersgruppen die Möglichkeit erster Klasse zu reisen. Zusätzlich zum Interrail Ticket gibt es Ermäßigungen auf Schifffahrten und Preisnachlässe bei kulturellen Einrichtungen.

Eine Möglichkeit günstig von A nach B zu kommen ist trampen. Doch viele trauen sich aus Sicherheitsgründen nicht zu dieser Alternative. Eltern verbieten es ihren Kindern, die Polizei warnt jährlich zu den Urlaubszeiten davor und Medien verbreiten Gruselgeschichten über Entführungen und Vergewaltigungen. Das Bundeskriminalamt räumte jedoch mit den Vorurteilen auf, indem es eine Statistik über Straftaten beim Trampen veröffentlichte und die Universität Wuppertal mit einer Studie beauftragte, die Personen über ihre Erfahrungen beim Trampen befragte.

© Niko Korte / PIXELIO

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Dieser Studie zufolge machte der Großteil der Befragten keine schlechten Erfahrungen. Männliche Personen kritisierten vereinzelt den rasanten Fahrstil der Fahrer, während sieben Prozent der weiblichen Befragten angaben mit sexuell motivierte Sprüchen belästigt worden zu sein. Diese Belästigungen sollen jedoch nicht als typisch fürs Trampen eingeordnet werden, da sexistische verbale Äußerungen gegenüber Frauen in allen möglichen Lebensbereichen vorkommen. Die Zahlen der Straftaten belegen dies nochmal. Statistisch gesehen kommt auf 1000 trampende Frauen eine Vergewaltigung und bei 2 von 1000 der Versuch einer Vergewaltigung. Das Bundeskriminalamt rät also nicht vom Trampen ab, da die generellen Gefahren, wie das nächtliche Warten am Bus oder der Heimweg zu Fuß, nur verlagert würden. Die Studie gibt zudem ein paar wertvolle Sicherheitstips mit auf den Weg um das Sicherheitsrisiko noch weiter einzudämmen:

Wenn man bei dem anhaltenden Wagen ein ungutes Gefühl hat, dann sollte man ihn weiter fahren lassen und auf das nächste warten. Hilfreich hierfür ist sich keine Stellen auszusuchen wo der Wagen lediglich kurz halten kann, sondern lieber auf Raststätten zu warten wo man sich ein kurzes Bild vom Fahrer machen kann. Weiterhin bietet es sich an in kleinen Gruppen von zwei bis drei Leuten zu reisen. Das mindert zwar die Mitnehmchancen, dafür ist man definitiv sicher unterwegs. Falls man doch in eine unangenehme Situation gerät, so rät die Kriminalpolizei sofort das Austeigen zu verlangen. Geschieht dies nicht, dann sollte man nicht zögern dieser Aufforderung Nachdruck zu verleihen,  indem man Gegenstände aus dem Fenster wirft oder etwas in Brand steckt. Weitere Informationen unter zeit.de.

Die Deutsche Bahn will zukünftig auf Angliszismen verzichten. Das hat zumindest der Vorstandschef Rüdiger Grube dem Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken von der CSU versprochen. Auslöser der Debatte um Anglizismen bei der Deutschen Bahn war die Überlegung am Straubinger Bahnhof in Niederbayern eine Kurzzeit-Parkzone einzurichten. Hinsken informierte die Bewohner von Straubing per Pressemitteilung, dass sie in Zukunft drei Kiss & Ride Parkplätze hätten und stieß damit auf viel Verwirrung bei den Einheimischen. Rüdiger Grube nahm sich die Kritik über die englische Betitelung zu Herzen und will nun Anglizismen durch deutsche Titel ersetzen. Zukünftig wird also der Counter wieder Schalter, Hotline wieder Service-Nummer und Flyer wieder Handzettel heißen. Lediglich die Begriffe Bahncard und Intercity bleiben bestehen, da sie trotz fehlender Englischkenntnisse zu verstehen sind. Weitere Informationen unter zeit.de.

© Andrea Kusajda / PIXELIO

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Das Umweltbundesamt hat seine Zahlen zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel aus dem Jahr 2008 veröffentlicht. Aus diesem Bericht geht hervor, dass im Durchschnitt nur jeder fünfte Platz im Bus besetzt war und das ein Fahrgast im Durchschnitt nur 70 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer verursacht. Man fragt sich wofür diese Daten und Zahlen gut sind. Doch durch eine optimale Auslastung der öffentlichen Verkehrsmittel kann man den CO2 Austoß verringern und die Umwelt schonen. Weiterhin kann man dahingehend den Service am Kunden verbessern. Die Daten werden bislang mittels der abgestempelten Tickets erfasst. Abonnementkunden mit Monats- oder Jahreskarten fallen bei dieser Messung durchs Raster. Durch eine optimalere Messung der Frequentierung könnte es weniger überfüllte Busse während der Rush Hour geben und man spart bei einem angepassten Einsatz der Verkehrsmittel Treibstoff ein.

Um die Messung der Daten zu verbessern ist in Überlegung bundesweit ein neues elektronisches Ticket einzuführen, welche mittels eingebautem  Transponder Signale an den Fahrkartenautomaten und die Leitstelle sendet. Dieses Ticket ist wie eine Chipkarte aufgebaut. So könnte bei jedem Betreten des Verkehrsmittels das Ticket abgerechnet werden und man hätte einen genauen Eindruck davon zu welchen Tageszeiten bestimmte Linien besonders stark frequentiert sind. Das neue E-Ticket ist im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und beim Kreisverkehr Schwäbisch Hall bereits testweise im Einsatz. Der Verband der deutschen Verkehrsbetriebe arbeitet momentan an einem bundeseinheitlichen Standart, der vermutlich bis 2020 eingeführt werden könnte. Mit dem neuen E-Ticket wäre es möglich in allen Städten Deutschlands die Verkehrsmittel nutzen zu können. Durch Informationen auf das Handy kann man das passende Ticket auswählen und der Betrag wird dirket vom Konto abgebucht. Kleingeldsuche und lästiges Abstempeln gehören dann der Vergangenheit an.

Weitere Vorteile könnten eingebundene Angebote sein, wie zum Beispiel die beliebten Stadträder die in Berlin und Hamburg oft genutzt werden. Diese wurden bislang per Handy und einem Code abgerechnet. Mit dem E-Ticket könnte man problemlos durch ein integriertes Verfahren die Verkehrsmittel wechseln. Natürlich hat so eine Technologien auch Kritiker. So sorgen sich Datenschützer um die Speicherung, Verarbeitung und Auswertung der kundenbezogenen Daten. Mittels dieses Tickets wäre es möglich komplette Nutzer- und Bewegungsprofile zu erstellen. weitere Informationen unter zeit.de.

Der Interconnex hat ein neues Sparangebot extra für Studenten, Schüler und Azubis herausgebracht. Das Unternehmen erhofft sich damit gegen die Pendlerflaute im Frühling agieren zu können. Das Semester hat erst vor ein paar Wochen angefangen und viele Studenten und Azubis sind nach den Ferien in ihren Ausbildungsstädten angekommen. Der Interconnex lockt nun in der Zeit vom 15.04 bis 15.05.2010 mit unschlagbaren Preisen um diese Zielgruppe zum Reisen zu animieren. Für die Strecke Leipzig – Warnemünde kostet eine Fahrt dann lediglich 21 Euro statt29,50 Euro und für die Strecke Berlin-Warnemünde sowie die Vielfahrerstrecke Leipzig – Berlin lediglich 14 Euro statt die üblichen 19 Euro. Diese Spartickets sind im Vorverkauf sowie im Internet erhältlich. Bei der Fahrscheinkontrolle im Zug ist dann der Schüler-, Studenten- oder Ausbildungsausweis vorzuzeigen.

Im vergangenen Winter sind im Durchschnitt bei der Deutschen Bahn täglich 114 Züge ausgefallen. Es kam zu etlichen Verspätungen und Ausfällen auf Grund witterungsbedingter Einflüsse. Besonders der Fernverkehr war stark betroffen. Es fielen im Schnitt täglich 30 Fernzüge ganz oder teilweise aus. Die anhaltende Kälte und der viele Schnee führten zu Defekten an den ICE Zügen. Die Wasser und Abwasserleitungen im Boden seien oft eingefroren und der Pulverschnee ist durch die Lüftung in die elektrischen Bauteile eingedrungen. Auf der Strecke von Berlin nach München fiel daher jeder zweite ICE aufgrund von Reperaturen einfach weg. Auch im Nahverkehr gab es etliche Probleme mit Schneeverwehungen, die die Gleise blockierten und die Fahrpläne komplett durcheinander würfelten. Die vielen Ausfälle in diesem Winter habe laut der Deutsche Bahn etwa der Ausfallquote der gesamten letzten Jahre entsprochen. Da geht der Werbeslogan der Bahn: “Alle reden vom Wetter – wir nicht” wohl nicht auf. Zumindest wurden Fahrpreise teilweise oder sogar ganz zurückerstattet. Informationen sind auf welt.de zu finden.

© Thomas Sturm / PIXELIO

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Die Benzinpreise sind auf einem Rekordhoch und steigen trotzdem immer weiter. Kritiker vermuten eine Verschwörung der Ölindustrie. Wovon hängt die Preisteigerung denn nun wirklich ab? Die Süddeutsche Zeitung hat einen gelungenen Überblick über die Diskussion von Benzinpreisen gegeben und weist damit die Vorwürfe einer Verschwörung zurück.

© Günther Richter / PIXELIO

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Bundespräsident Horst Köhler sprach sich erst kürzlich wieder für höhere Kraftstoffpreise aus. Er möchte die Bevölkerung dazu anzuhalten, sparsamer mit dem immer ärmer werdenden Kraftstoff Öl umzugehen und stattdessen neue Energien mehr fördern. Dies stößt natürlich auf nicht viel Begeisterung seitens der Autofahrer. Auch weil der deutsche Staat mittels Mineral- und Ökosteuer kräftig mitverdient.  Ein Gegenbeispiel aus Venezuela schürt den Ärger über die hohen Preise noch zusätzlich. Dort sponsort die Regierung die Tankstellenbetreiber mit Subventionen und ein Liter Benzin ist daher für etwa ein paar  Cent zu bekommen.

So wird der deutschen Regierung vorgeworfen zu wenig Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen und absichtlich die Preise in die Höhe zu schießen. Doch dem ist nicht so. Die Preise für Benzin und Diesel fallen nämlich genauso schnell wie sie steigen und zeigen damit, dass der Wettbewerb durchaus funktioniert. Zusätzlich werden die großen Konzerne streng überwacht und den kleinen freien Tankstellen die gleichen Rechte eingeräumt wie den großen Unternehmen wie Shell, Total oder BP/Aral. Dass die Preise trotzdem auf einem Rekordhoch stehen, liegt an der weltweit anziehenden Nachfrage nach der Wirtschaftskrise und der immer geringer werden Resourcen in Europa. So ist es wahrscheinlich weitsichtiger wie Horst Köhler agiert, als wie in Venezuela die knappe Resource Öl zu Billigpreisen zu verkaufen.

Nach dem Kombiangebot für die “Haus Garten Freizeit”, die am vergangenen Wochenende in Leipzig stattfand, bietet der InterConnex jetzt auch ein Kombiticket für die Leipziger Buchmesse, die vom 18. -21.3.2010 ihre Türen auf dem Leipziger Messegelände öffnen wird.

Lesebegeisterte aus Berlin und Umgebung können mit dem Ticket für nur 41 Euro zur Messe fahren. Im Preis sind Hin- und Rückfahrt sowie die Eintrittskarte bereits enthalten. Außerdem kann man mit der Fahrkarte kostenfrei die Straßenbahn und den Bus in der Tarifzone 110 benutzen. Damit ist auch ein Ausflug in die Leipziger Innenstadt möglich.

© Gisela Peter / PIXELIO

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Im Messezeitraum hält der InterConnex sogar am Bahnhof Leipzig Messe. Von dort aus ist es nur einen Katzensprung bis zur Glashalle, in denen die Aussteller ihre Stände aufbauen. Abfahrt in Berlin Hbf ist an allen Tagen um 07:57 Uhr und Ankunft am Bahnhof Leipzig Messe bereits um 09:06 Uhr. Um 19:02 Uhr fährt der Zug dann ab Leipzig Messe zurück nach Berlin.

Auch Mitfahrgelegenheit.de bietet jetzt für einige Regionen eine Plattform an, auf der Berufspendler gemeinsame Fahrten organisieren können. Die Webseite reagiert damit auf die erhöhte Nachfrage nach Mitfahrgelegenheiten für kurze Strecken. So wie bisher können Angebote für eine gemeinsame Autofahrt oder Gruppentickets mit der Bahn inseriert werden.

Regionale Plattformen werden für Berlin, Hamburg, München, die Rhein-Ruhr Region, Saarbrücken, Bielefeld, Bremen, Hannover, Karlsruhe, Nürnberg, das Rhein-Main und Rhein-Neckar Gebiet, das Sachsen-Dreieck und Stuttgart angeboten.