© Peter von Bechen / PIXELIO

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Die deutsche Bahn hat 800 Dostos, kurz für Doppelstockwagen, beim kanadischen Unternehmen Bombardier geordert und verfolgt damit das Ziel bis 2011 insgesamt 3000 Doppeldecker in Betrieb zu nehmen. Damit soll bei erhöhtem Verkehrsaufkommen der Passagierkomfort erhöht und mehr Reisende transportiert werden.

Dostos sind durch die zweite Etage in den Wagen kürzer als konventionelle Züge und da gerade in Großstädten die Gleise an Bahnhöfen oft sehr beengt und kurz gehalten wurden, können diese Dostos bei gleicher Länge deutlich mehr Reisende transportieren, ohne das die Gleise verlängert werden müssen. Neu ist das Prinzip nicht, bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es Dampflokomotiven mit Oberdeck. Bequem waren diese jedoch selten. Im Laufe der Jahre wurden dann Doppelstockbetriebe entwickelt, die moderne Drehgestelle und Mehrzweckbereiche entwickelten. Hinzu kamen in den letzten Jahren behindertengerechte Bereiche, Fahrradabteile sowie Fahrgast-Informationssysteme. Durch neue Frontpartien konnte auch die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h gesteigert werden.

Die 800 georderten Waggons für die deutsche Bahn haben integrierte motorisierte Steuerwagen, mit denen die bisherigen seperaten Lokomotiven wegfallen. Und da selbst Dostos zu Höchstzeiten oder bei speziellen Veranstaltungen mal überfüllt sein können, wird verstärkt auf die zulässige Achslast geachtet. Theoretisch können bis zu 300 Passagiere in einem neuen Waggon mitfahren. Damit dies hoffentlich nicht ausgereizt wird, wird es eine automatische Fahrgastzählung zur Kontrolle geben. Weiterhin wird im Deutschen  Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an Höchstgeschwindigkeiten bei Doppeldeckern gearbeitet. Weitere Informationen unter welt.de.

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