Der Verkehrsclub Deutschland hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Kundenfreundlichkeit der Deutschen Bahn untersucht hat. Das Ergebnis wurde am Dienstag herausgegeben und kam zu dem Fazit, dass das Fahren mit der Deutschen Bahn kompliziert ist, so der Voritzende des Verkehrsclub Michael Gehrmann. Hauptkritikpunkte seien die Tarifvielfalt, mangelnde Informationen über Fahrpläne und Fahrscheine, sowie die Probleme und Undurchsichtigkeit beim Kauf eines Fahrscheines.

Es wurden rund 3000 Menschen befragt, die in den unterschiedlichen Kriterien Schulnoten vergeben haben. Dabei wurde offensichtlich, das Personen die selten oder nie den Zug als Reisemöglichkeit wählen schlechtere Noten vergaben als häufige Bahnfahrer. Dieses Ergebnis zeige auf, dass potenzielle Neukunden durch die Hauptkritikpunkte abgeschreckt werden, so Gehrmann. Vorallem die nebeneinander existierende Tarifvielfalt sei für viele Kunden ein absolutes Chaos. Die Nahverkehrstarife liegen in der Hand von regionalen Verkehrsbünden, wohingegen die Tarife der ICs und ICEs von der Deutschen Bahn bestimmt werden. Weiterhin gäbe es unzählige Sondertickets, die sich auf einzelne Wochenendtage, Bundesländer oder Sparangebote beziehen.

Der Verkehrsclub schlägt daher ein einheitlicheres Tarifsystem vor, um die Voraussetzungen fürs Bahn fahren zu verbessern. Dies könnte man mit einem Grundpreis für Nah- und Fernverkehrszüge schaffen. Kunden die ICE fahren möchten, müssten dann seperat einen Aufschlag nachlösen. Weiterhin müsste das Kriterium erfüllt werden, das alle Tickets einheitlich vertrieben werden. Momentan ist es nämlich nicht möglich jedes Ticket am Schalter, im Internet oder am Automaten zu erhalten. Mehr unter zeit.de.

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