Die Benzinpreise sind auf einem Rekordhoch und steigen trotzdem immer weiter. Kritiker vermuten eine Verschwörung der Ölindustrie. Wovon hängt die Preisteigerung denn nun wirklich ab? Die Süddeutsche Zeitung hat einen gelungenen Überblick über die Diskussion von Benzinpreisen gegeben und weist damit die Vorwürfe einer Verschwörung zurück.

© Günther Richter / PIXELIO

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Bundespräsident Horst Köhler sprach sich erst kürzlich wieder für höhere Kraftstoffpreise aus. Er möchte die Bevölkerung dazu anzuhalten, sparsamer mit dem immer ärmer werdenden Kraftstoff Öl umzugehen und stattdessen neue Energien mehr fördern. Dies stößt natürlich auf nicht viel Begeisterung seitens der Autofahrer. Auch weil der deutsche Staat mittels Mineral- und Ökosteuer kräftig mitverdient.  Ein Gegenbeispiel aus Venezuela schürt den Ärger über die hohen Preise noch zusätzlich. Dort sponsort die Regierung die Tankstellenbetreiber mit Subventionen und ein Liter Benzin ist daher für etwa ein paar  Cent zu bekommen.

So wird der deutschen Regierung vorgeworfen zu wenig Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen und absichtlich die Preise in die Höhe zu schießen. Doch dem ist nicht so. Die Preise für Benzin und Diesel fallen nämlich genauso schnell wie sie steigen und zeigen damit, dass der Wettbewerb durchaus funktioniert. Zusätzlich werden die großen Konzerne streng überwacht und den kleinen freien Tankstellen die gleichen Rechte eingeräumt wie den großen Unternehmen wie Shell, Total oder BP/Aral. Dass die Preise trotzdem auf einem Rekordhoch stehen, liegt an der weltweit anziehenden Nachfrage nach der Wirtschaftskrise und der immer geringer werden Resourcen in Europa. So ist es wahrscheinlich weitsichtiger wie Horst Köhler agiert, als wie in Venezuela die knappe Resource Öl zu Billigpreisen zu verkaufen.

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