Der Interconnex startete Anfang November mit einem neuen Angebot, welches sich lohnt die Ohren zu spitzen. Den ganzen November können an den Tagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils zwei Personen zum Preis von einem fahren. Das Angebot gilt im Angebotszeitraum in jedem Zug und auf jeder Strecke des Interconnex. So braucht man an den üblichen Verkaufsstellen nur ein Ticket kaufen und kann sich zu zweit hineinsetzen. Wie wäre es also mit einem Kurztrip an die Ostsee oder eine Reise nach Berlin?

© Erich Westendarp / PIXELIO

© Erich Westendarp / PIXELIO

Der Interconnex entwickelt regelmäßig besondere Angebote um auf sich und seine günstigen Ticketpreise aufmerksam zu machen. Im Vergleich zur Deutschen Bahn zahlt man im Interconnex auf der Strecke Leipzig – Berlin gerade mal 19 Euro statt 42 Euro. Der Interconnex wird besonders gerne von Pendlern, wie Studenten und hauptsächlich an den Wochenenden genutzt, sodass mit Sparangeboten versucht wird, Zielgruppen einzufangen und die schwachen Tage zu beleben. Wer sich das zwei für eins Angebot sichern möchte, kann dies online oder am Schalter tun. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Superspartickets oder Tickets die direkt im Zug erworben werden, nicht für das neue Angebot des Interconnex gelten.

Quellen: nachrichten.lvz-online.de und inter-connex.de

Drei pfiffige Studenten haben eine Lücke im Personenbeförderungsgesetz gefunden und sich mit dem Unternehmen DeinBus.de selbständig gemacht. Das Prinzip der Mitfahrzentrale ist ganz einfach. Auf der Internetpräsenz von DeinBus.de können Reisende aus ganz Deutschland sich zusammentun und sich einen Bus teilen. Man trägt sich für eine Strecke ein und wenn genügend Mitfahrer zusammen gekommen sind, dann wird ein Bus bereitgestellt der die Strecke einmalig bedient. Finden sich regelmäßig Leute auf beliebten Strecken zusammen, so funktioniert das Prinzip ähnlich wie eine Mitfahrzentrale. Nur das keine Privatpersonen einen Platz in ihrem PKW anbieten, sondern das ein Bus von DeinBus.de bereitgestellt wird.

Mit der innovativen Idee soll eine Zielgruppe angesprochen werden, denen die Zugtickets zu teuer sind. Schüler, Auszubildende, Studenten, junge Familien und Backpacker sollen so die Möglichkeit erhalten günstig und unter Gleichgesinnten von A nach B zu gelangen. Die Busse sind modern, besitzen eine Klimaanlage und eine Toilette. Bei längeren Fahrten werden auch auf Wunsch der Reisenden Pausen eingelegt.

Man kann sich für angemeldete Fahrten eintragen, nach Fahrten suchen und sogar selbst welche ins Leben rufen. Ab einer Gruppenstärke von mindestens 15 Person kann die Fahrt stattfinden und alle Beteilgten werden über Abfahrtzeit und Reisegebühr informiert. So kann man nicht nur günstig reisen, sondern auch für größere Gruppen eine prima Reisemöglichkeit schaffen! Weitere Informationen über das junge Unternehmen und die Idee dahinter unter zeit.de.

Wer bislang im Ausland wegen Verkehrssünden erwischt wurde, der konnte sich getrost zurücklehnen, da er das Bußgeld nicht zahlen musste. Dies liegt daran, dass die zuständigen Behörden ihren Bußgeldbescheid in Deutschland nicht vollstrecken konnten. Doch dies soll sich noch dieses Jahr ändern. Wer in Zukunft im Ausland am Steuer telefoniert, zu schnell unterwegs ist oder rote Ampeln überfährt, muss mit satten Geldstrafen rechnen.

Deutschland will noch in diesem Herbst dem EU-Rahmenbeschluss beitreten, der regelt, dass auch hierzulande Bußgeldbescheide aus dem Ausland eingetrieben werden können. Dafür müssen jedoch die ausländischen Behörden einiges beachten. So ist festgehalten, dass das ausländische Amt das Schreiben in einer für den Verkehrssünder verständlichen Sprache formuliert hat. Ist dies nicht der Fall, ist der Bescheid erstmal nicht rechtskräftigt. Petra Schmucker, Juristin des Automobilclubs, rät in diesem Falle trotzdem dem Amt zu antworten und um eine Übersetzung zu bitten, da die Verkehrssünde ja dennoch nicht vom Tisch ist. Zwar müsse das Bonner Bundesamt, bei einem nicht übersetzten Bescheid die Vollstreckung ablehnen, dafür kann der Verkehrssünder nachträglich zum Bußgeld gezwungen werden, falls er im Folgeurlaub in eine Verkehrskontrolle gerät. In diesem Falle währe die Summe aufgrund von Mahngebühren auch noch erheblich teurer.

Es werden jedoch nur Bußgelder ab einer Höhe von 70 Euro eingetrieben, da sich sonst der Verwaltungsaufwand nicht lohnen würde. Auch wenn die Gesetzesregelung erst ab Oktober oder November in Kraft tritt, sollten Autofahrer jetzt schon vernünftig unterwegs sein. Denn bis der Verkehrssünder den Bescheid zum Bußgeld erhält, kann es schonnmal Wochen oder Monate dauern und entscheidend ist das Datum der schriftlichen Mitteilung. Liegt dieser also nach der Gestzesänderung, so ist das Bußgeld zu zahlen und der Bescheid ist rechtskräftig. Nähere Informationen unter zeit.de.

Der Autohersteller Audi ärgert sich über rote Ampeln und den damit verbundenen CO2 Ausstoß.  Das Stoppen an roten Ampeln und das Sekunden spätere Anfahren verbrauche rund 20 Prozent der Co2 Emissionen, so der Ingolstädter Autohersteller. Mit einem intelligenten System könnte dieses Ärgernis bald ein Ende haben. Audi erprobt gerade eine Verkehrssteuerung die mittels WLan und UMTS, Signale an Testfahrzeuge sendet und berechnet mit welcher Geschwindigkeit an die Ampel herangefahren werden muss, um diese ohne Rotphase zu passieren.

© Christa Nöhren / PIXELIO

© Christa Nöhren / PIXELIO

An 150 Ampeln in Ingolstadt sind bereits Sender angebaut worden, die die Signale an die momentan 15 Testwagen senden. Das Projekt, welches in Zusammenarbeit mit Kooperationspartners aus der Wissenschaft und Forschung entwickelt wird, heißt Travolution und zeigt bisher einige Schwachstellen auf. Zum Einen bringen Lücken im UMTS Netz das System zu häufigen Abstürzen und zum Anderen kann das Prinzip nur funktionieren, wenn die Straßen frei sind. Wenn zum Beispiel das System berechnet mit 25 Kilometer pro Stunde an die 300 Meter entfernte Ampel heranzufahren, dann werden andere Verkehrsteilnehmer drängeln oder überholen. Oder man wird kurz vor der Ampel ausgebremst und müsste mit 60 Kilometer pro Stunde weiterfahren, um die nächste Grünphase zu erwischen. Das System darf jedoch aufgrund der Straßenverkehrsordnung nur 50 Kilometer pro Stunde vorgeben und schon steht man wieder. Bis zum Serienstart in ein bis zwei Jahren sollen die Probleme jedoch behoben werden und Grünphasen sind garantiert. Weitere Informationen unter focus.de.

Die Deutsche Bahn wollte gerichtlich gegen die deutlich günstigeren Busunternehmen vorgehen. Doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschied jetzt, dass die Bahn mit der Konkurrenz leben muss. Sie müsse jedoch die Möglichkeit haben den Busverkehr selbst zu betreiben, hieß es in der Entscheidung.

Das private Busunternehmen Deutsche Touring GmbH stritt sich seit dem Jahr 2005 mit der Deutschen Bahn AG um die Buslinie Frankfurt/Main – Dortmund. Die Deutsche Bahn klagte gegen die von Hessens Landesregierung genehmigte Busverbindung, da das Personenbeförderungsgesetz vorsieht, dass nur neue Verbindungen geschaffen werden sollen, wenn eine deutliche Verbessung zu verzeichnen sei. Das Busunternehmen hat lediglich eine günstigere Transportmöglichkeit geschaffen und musste nach der gerichtlichen Entscheidung nachgeben. Der 3. Senat hob die bereits erteilte Genehmigung der Buslinie auf dieser Strecke wieder auf, da der Bahn formell keine Gelegenheit gegeben wurde die Niedrigpreis-Lücke selbst zu schließen.

Das Bundesverwaltungsgericht entschied trotzdem für die Liberalisierung des Marktes und erlaubte es Busunternehmen günstigere Verbindungen als die Deutsche Bahn anzubieten, solange sie die Bahn in die Entscheidung mit einbeziehen.

Die Deutsche Bahn versucht mit immer neuen Online Serviceangeboten Kunden für das Bahnfahren zu werben.  So gibt es jetzt die Möglichkeit das lästige Ticketkaufen am überfüllten Schalter oder an den Automaten zu umgehen und sich den Fahrschein direkt aufs Handy via MMS schicken zu lassen. Bei einer Onlinebuchung fällt jetzt sogar das Ausdrucken weg und das Ticket ist auf dem Handy ständig verfügbar.

Für den Online Service und den MMS Service müssen sich Kunden einmalig online auf der Homepage der Deutschen Bahn registrieren und vor der Buchung mit den persönlichen Zugangsdaten anmelden. Bei der Registrierung bekommt man eine Identifizierungskarte, die man für die Onlinebuchung sowie zur Identifizierung bei der Kontrolle im Zug benötigt. Da das Onlineticket im PDF Format gespeichert wird, wird der Adobe Reader zum Öffnen des Dokuments benötigt. Dieses kann man dann verschlüsselt versenden, ausdrucken oder sich aufs Handy schicken lassen. Jedoch gibt es auch hier wie immer Einschränkungen. Die gebuchte Strecke muss weiter als 51 Kilometer sein sowie muss man die Identifizierungskarte ständig mitführen. Weiterhin ist bei dem MMS Service eine Buchung für Dritte sowie die City Ticket Option leider nicht möglich.

Der Verkehrsclub Deutschland hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Kundenfreundlichkeit der Deutschen Bahn untersucht hat. Das Ergebnis wurde am Dienstag herausgegeben und kam zu dem Fazit, dass das Fahren mit der Deutschen Bahn kompliziert ist, so der Voritzende des Verkehrsclub Michael Gehrmann. Hauptkritikpunkte seien die Tarifvielfalt, mangelnde Informationen über Fahrpläne und Fahrscheine, sowie die Probleme und Undurchsichtigkeit beim Kauf eines Fahrscheines.

Es wurden rund 3000 Menschen befragt, die in den unterschiedlichen Kriterien Schulnoten vergeben haben. Dabei wurde offensichtlich, das Personen die selten oder nie den Zug als Reisemöglichkeit wählen schlechtere Noten vergaben als häufige Bahnfahrer. Dieses Ergebnis zeige auf, dass potenzielle Neukunden durch die Hauptkritikpunkte abgeschreckt werden, so Gehrmann. Vorallem die nebeneinander existierende Tarifvielfalt sei für viele Kunden ein absolutes Chaos. Die Nahverkehrstarife liegen in der Hand von regionalen Verkehrsbünden, wohingegen die Tarife der ICs und ICEs von der Deutschen Bahn bestimmt werden. Weiterhin gäbe es unzählige Sondertickets, die sich auf einzelne Wochenendtage, Bundesländer oder Sparangebote beziehen.

Der Verkehrsclub schlägt daher ein einheitlicheres Tarifsystem vor, um die Voraussetzungen fürs Bahn fahren zu verbessern. Dies könnte man mit einem Grundpreis für Nah- und Fernverkehrszüge schaffen. Kunden die ICE fahren möchten, müssten dann seperat einen Aufschlag nachlösen. Weiterhin müsste das Kriterium erfüllt werden, das alle Tickets einheitlich vertrieben werden. Momentan ist es nämlich nicht möglich jedes Ticket am Schalter, im Internet oder am Automaten zu erhalten. Mehr unter zeit.de.

Die “Deutsche Touring GmbH” hat seit Mai auf der Strecke Berlin – Dresden – Prag einen Business Class Bus eingesetzt um neue Kunden für Busreisen anzulocken. Busreisen hängt ein negativer Ruf an: mit gammeligen Bussen, trinkenden Mitfahrern und langen Nächten im Reisebus. Doch mit dem Business Class Bus soll dieses Image aufgerüttelt und verbessert werden. Michael Svedek, einer der Verantwortlichen, wünscht sich diese Busse auch für Geschäftsreisende zu etablieren, da man sogar 20 Minuten schneller als mit der deutschen Bahn sei.

Die Busse haben tatsächlich mehr an Komfort zu bieten als man von normalen Reisebussen erwarten würde. So sind die Sitze vornehm anthrazitfarben, sauber und mit Fußstützen ausgestattet. Weiterhin gibt es eine Auswahl an Musikkanälen, Steckdosen, Zeitschriften, Mülltüten pro Sitzreihe, eine saubere Boardtoilette, Service am Platz und kostenloses Wlan. Bei der Jungfernfahrt entspricht das Publikum dann eher doch den jungen Studenten die für wenig Geld die Welt sehen wollen. Verständlich, da eine einfache Fahrt 39 Euro und mit Rückfahrt 69 Euro kostet. das ist deutlich günstiger als mit der Bahn zu reisen. Wenn sich die Business Class Busse etablieren, werden auch noch mehr Strecken aufgenommen. Zusätzliches unter zeit.de.

© Peter von Bechen / PIXELIO

© Peter von Bechen / PIXELIO

Die deutsche Bahn hat 800 Dostos, kurz für Doppelstockwagen, beim kanadischen Unternehmen Bombardier geordert und verfolgt damit das Ziel bis 2011 insgesamt 3000 Doppeldecker in Betrieb zu nehmen. Damit soll bei erhöhtem Verkehrsaufkommen der Passagierkomfort erhöht und mehr Reisende transportiert werden.

Dostos sind durch die zweite Etage in den Wagen kürzer als konventionelle Züge und da gerade in Großstädten die Gleise an Bahnhöfen oft sehr beengt und kurz gehalten wurden, können diese Dostos bei gleicher Länge deutlich mehr Reisende transportieren, ohne das die Gleise verlängert werden müssen. Neu ist das Prinzip nicht, bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es Dampflokomotiven mit Oberdeck. Bequem waren diese jedoch selten. Im Laufe der Jahre wurden dann Doppelstockbetriebe entwickelt, die moderne Drehgestelle und Mehrzweckbereiche entwickelten. Hinzu kamen in den letzten Jahren behindertengerechte Bereiche, Fahrradabteile sowie Fahrgast-Informationssysteme. Durch neue Frontpartien konnte auch die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h gesteigert werden.

Die 800 georderten Waggons für die deutsche Bahn haben integrierte motorisierte Steuerwagen, mit denen die bisherigen seperaten Lokomotiven wegfallen. Und da selbst Dostos zu Höchstzeiten oder bei speziellen Veranstaltungen mal überfüllt sein können, wird verstärkt auf die zulässige Achslast geachtet. Theoretisch können bis zu 300 Passagiere in einem neuen Waggon mitfahren. Damit dies hoffentlich nicht ausgereizt wird, wird es eine automatische Fahrgastzählung zur Kontrolle geben. Weiterhin wird im Deutschen  Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) an Höchstgeschwindigkeiten bei Doppeldeckern gearbeitet. Weitere Informationen unter welt.de.

Immer mehr Berufspendler die zwischen Wohn- und Berufsort pendeln müssen, überlegen sich eine Fahrgemeinschaft zu gründen, um den steigenden Mobilitätskosten entgegenzuwirken. Mittlerweile gibt es spezielle Pendlerbörsen im Internet die auf feste und passende Fahrgemeinschaften spezialisiert sind. Wenn sich eine Fahrgemeinschaft gefunden hat, dann sollten ein paar Regeln für den Start aufgestellt und eingehalten werden.

1. Zunächst ist es sinnvoll, da die Fahrgemeinschaft langristig existieren soll, eine Probezeit festzulegen, in der man ohne große Worte zu verlieren, die Fahrgemeinschaft verlassen kann, falls man sich mit dieser nicht wohlfühlt. Jedoch sollte man sich genügend Zeit lassen die Mitfahrer in Ruhe kennen zu lernen. Für alle Beteiligten ist die Fahrgemeinschaft zu Beginn eine Gewöhnungssache.

2. An oberster Stelle steht die Pünktlichkeit. Es ist daher absolute Voraussetzung zu verabredeten Treffpunkten pünktlich zu erscheinen. Gerade zu den ersten Fahrten lieber etwas mehr Zeit einplanen und zur Not ein paar Minuten zu früh da sein. Wenn man aus irgendeinem Grund später oder nicht kommen kann, dann gehört es sich, dies dem Fahrer unverzüglich mitzuteilen.

3. Weiterhin bietet es sich an die Nummern aller Teilnehmer der Fahrgemeinschaft einzuspeichern und immer telefonisch erreichbar zu sein. So kann man bei unvorhergesehen Ereignissen Informationen austauschen und spontan umdisponieren.

4. In der Gruppe sollten zudem feste Wartezeiten besprochen werden. Für den Fall, dass doch mal irgendwer fehlt, sollte vereinbart werden nach wieviel Minuten Wartezeit die Fahrgemeinschaft ohne schlechtes Gewissen losfahren darf. Fünf bis zehn Minuten sind übliche Wartezeiten.

Fahrgemeinschaften sind nicht nur finanziell effizient, sondern für viele Beteiligte ein persönlicher Gewinn. Im Team sind die regelmäßigen Fahrten entspannter, es ist unterhaltsamer und die Strecken werden als kürzer eingeschätzt, als wenn man alleine unterwegs wäre. Zudem können tiefe Freundschaften unter den Teilnehmern einer Fahrgemeinschaft entstehen.